Mit dem Projekt „NÖ Eye-Doc“ wird die Zukunft des papierlosen Arbeitens im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf eingeleitet. Im Bereich der Augenheilkunde ist das Klinikum innerhalb der NÖ Landesgesundheitsagentur der erste Standort, der mit dem neuen fachspezifischen Dokumentationssystem „NÖ Eye-Doc“ in vollem Umfang arbeitet. Seit Ostern funktionieren die Prozesse der Abteilung bei tagesklinischen Patientinnen und Patienten komplett papierlos — von der Patientenaufklärung bis zur Krankengeschichte sind sämtliche Unterlagen ausschließlich digital verfügbar. Parallel wurde das Projekt auch im Landesklinikum Waidhofen/Ybbs gestartet, zukünftig soll es auch auf alle weiteren Augenabteilungen in NÖ ausgerollt werden.
Die Initiative wurde gemeinsam von der Kollegialen Führung des Landesklinikums und der Augenabteilung umgesetzt, mit technischer und fachlicher Unterstützung durch zentrale Stellen der NÖ Landesgesundheitsagentur. Der ausschließlich digitale Prozess steht der Augenabteilung an beiden Standorten des Klinikums – Mistelbach und Gänserndorf – zur Verfügung.
Für den Kaufmännischen Direktor des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf Florian Trummer, MLS, MBA bringt die vollständige Digitalisierung zahlreiche Vorteile mit sich: „Ökonomisch und auch ökologisch ist der Umstieg auf eine vollständige Digitalisierung eine Win-Win-Situation.“
Auch der Ärztliche Direktor Prim. Dr. Ronald Zwrtek, MBA, MAS betont die positiven Auswirkungen auf die Abläufe im Klinikalltag: „Die lückenlose Dokumentation gewährleistet den langfristigen Behandlungserfolg. Damit werden die Ambulanz-Abläufe noch weiter optimiert.“
Einen Vorteil sieht auch Pflegedirektor PhDr. Christian Pleil, MSc, MLS, MBA für seine Berufsgruppe: „NÖ Eye-Doc entlastet im Pflegealltag durch schnelleren Zugriff auf Informationen und eine noch bessere interdisziplinäre Kommunikation.“
Prim. Prof. Dr. Waldstein, MSc, PhD hebt vor allem den Gewinn an Zeit für die Patientinnen und Patienten hervor: „Wir verbringen künftig noch mehr Zeit mit den Patientinnen und Patienten und weniger Zeit mit administrativen Tätigkeiten.“
Bereits seit 2025 werden auf der Augenabteilung Aufklärungsgespräche auf Tablets dokumentiert sowie Diktierfunktionen mit Spracherkennung eingesetzt. Mit der vollständigen Digitalisierung der tagesklinischen Patientinnen und Patienten im Jahr 2026 wird nun ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt. Allein im augenchirurgischen Betrieb können dadurch jährlich rund 50.000 Blatt Papier eingespart werden.
Auch aus medizinischer Sicht bietet das neue System wesentliche Vorteile. Durch den besseren und vereinfachten Überblick über den gesamten Behandlungsverlauf kann die medizinische Qualität weiter verbessert werden. Informationen werden durch unterschiedliche Hervorhebungen, z.B. im Operationssaal und in der Ambulanz je nach Anforderung des Arbeitsbereiches, optimal dargestellt. Die vollständige Nachvollziehbarkeit aller ambulanten und tagesklinischen Prozesse erlaubt außerdem eine genaue Analyse von Wartezeiten und eine gezielte Optimierung der Ablauforganisation.
BILDTEXT
Pflegedirektor PhDr. Christian Pleil, MSc MLS MBA, Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Ronald Zwrtek, MBA, MAS, Prim. Prof. PD Dr. Sebastian Waldstein, MSc, PhD und der Kaufmännische Direktor Florian Trummer, MLS, MBA (v.l.) des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf.
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