Schonende Operationsmethode für Dialysepatienten

MISTELBACH –  Eine innovative Operationsmethode ermöglicht schonende Implantationen von  Bauchfelldialysekathetern am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf.

Am 16. April wurde im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf erstmalig ein Bauchfelldialysekatheter nach einer vom neuen Leiter der 3. Medizinischen Abteilung, Prim. Dr. Bernhard Kirsch entwickelten innovativen Operationstechnik implantiert. Die Neuerung dabei ist, dass nur extrem kleine Instrumente zum Einsatz kommen, wodurch die normalerweise notwendige Vollnarkose nicht mehr erforderlich ist. Der Eingriff kann mit einer leichten Sedierung (ein Dämmerschlaf, ähnlich wie z.B. auch von Darmspiegelungen bekannt) schmerzfrei durchgeführt werden. Die Implantation erfolgt dabei unter Sicht, mit Hilfe einer nur 2,3 Millimeter dicken Kamera (Mini-Laparoskop) in der Bauchhöhle.

Für LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf ist diese neue Operationstechnik ein Beweis dafür, dass „Niederösterreich für Spitzenmedizin steht und auf sein Spitzenpersonal, das innovativ und hochspezialisiert arbeitet und operiert, stolz sein kann. Dank dieser neuen Technik kann noch mehr PatientInnen mit einer schweren Nierenerkrankung mittels Peritonealdialyse zu mehr Lebensqualität verholfen werden.“

Die Kollegiale Führung des Landesklinikums Ärztlicher Direktor Dr. Christian Cebulla, Kaufmännische Direktorin Jutta Stöger, MSc und Interim. Pflegedirektorin DGKP Gabriele Rudorfer, akad. PD freuen sich nun diese Erleichterung für NierenpatientInnen anbieten zu können und damit einen besseren Zugang zur Bauchfelldialyse zu ermöglichen.

Mit der sogenannten Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse) werden PatientInnen mit Nierenversagen seit Jahren ebenso erfolgreich behandelt wie mit der bekannteren Hämodialyse (Blutwäsche). Zur Durchführung der Bauchfelldialyse wird ein Bauchfelldialysekatheter in die Bauchdecke implantiert, über welchen danach regelmäßig eine Zuckerlösung in die Bauchhöhle gefüllt bzw. wieder abgelassen werden kann. Über das Bauchfell (die innere Auskleidung der Bauchhöhle) werden dadurch Giftstoffe und überschüssige Flüssigkeit abgegeben und in weiterer Folge aus dem Körper entfernt. Ein Vorteil dieser Form der Nierenersatztherapie ist, dass sie nach entsprechender Schulung der  PatientInnen (oder auch deren Betreuungspersonen) daheim selbstständig durchgeführt werden kann, wodurch ständige Transporte in das Dialysezentrum entfallen. Ein weiterer Vorteil der Bauchfelldialyse ist, dass diese Methode besonders schonend ist, wovon insbesondere PatientInnen mit Herzschwäche profitieren.

Prim. Dr. Kirsch berichtet, dass es seiner Patientin nach Implantation des Bauchfelldialysekatheters mittels der neuen Technik den Umständen entsprechend sehr gut geht und sie bereits wieder entlassen werden konnte.

 

BILDTEXT

Die erste nach neuer Methode am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf operierte Patientin, Ingrid Höfling mit Prim. Dr. Bernhard Kirsch, Stationsleitung Dialyse DGKP Hermine Adler, Nephrologe OA Dr. Martin Gromann und Bereichsleitung DGKP Tatjana Masa-Charvat, MSc, MBA (v.r.).

 

 

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Barbara Schindler-Pfabigan

Landesklinikum Mistelbach - Gänserndorf

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